Die Verbesserung der Welt

Wann

Do, 29.10.2020 - Fr, 13.11.2020


Ort

F23
Breitenfurter Straße 176
1230 WIEN
Österreich
zum Routenplaner


Kategoriegruppe

Kultur

Alle Veranstaltungstermine

Do29.10.202020:30 Uhr6 - IKARUS | sirene Operntheater
Fr30.10.202020:30 Uhr6 - IKARUS | sirene Operntheater
Sa31.10.202020:30 Uhr6 - IKARUS | sirene Operntheater
So01.11.202020:30 Uhr6 - IKARUS | sirene Operntheater
Di10.11.202020:30 Uhr7 - DIE VERWECHSLUNG | sirene Operntheater
Mi11.11.202020:30 Uhr7 - DIE VERWECHSLUNG | sirene Operntheater
Do12.11.202020:30 Uhr7 - DIE VERWECHSLUNG | sirene Operntheater
Fr13.11.202020:30 Uhr7 - DIE VERWECHSLUNG | sirene Operntheater

Die Verbesserung der Welt
F23.wir.fabriken
Breitenfurter Strasse 176
1230 Wien - Atzgersdorf
01. September bis 14. November 2020

Uraufführung von 7 neuen Kammeropern | Eine Ausstellungsreihe | Eine Gesprächsreihe
Unter dem Ehrenschutz von Bundespräsident Dr. Alexander van der Bellen

1. EWIGER FRIEDEN - Dora Lux / Alexander Wagendristel
2. ELSA - Irene Diwiak / Margareta Ferek-Petric
3. DER DURST DER HYÄNE - Kristine Tornquist / Julia Purgina
4. DER FREMDE - Martin Horváth / Gerhard E. Winkler
5. AMERIKA ODER DIE INFEKTION - Antonio Fian / Matthias Kranebitter
6. IKARUS - Thomas Arzt / Dieter Kaufmann
7. DIE VERWECHSLUNG - Helga Utz / Thomas Desi

In fast allen Kulturen und Religionen gibt es Tugendreihen, die das Bild eines idealen Menschen beschreiben. Das Besondere an der Tugend ist, dass sie bei aller Dringlichkeit der Empfehlung doch eine freiwillige Handlung bleibt, die das Gute zur persönlichen Entscheidung macht, zum Hinauswachsen über das Gesetz aus Pflichten und Verboten. Insofern ist die Tugend so etwas wie Schönheit - sie ist nicht notwendig, aber sie ist ein entscheidender Schritt aus dem Minimum des Existierens in die Freiheit und Selbstbestimmtheit des Geistes. Damit ist sie ein Modellfall der aufgeklärten Souveränität des Menschen, die seine Würde und Persönlichkeit begründet.
Zu den ursprünglich sechs exemplarischen Werken der Barmherzigkeit aus der sogenannten Endzeitrede Jesu bei Matthäus fügte der Rhetoriklehrer Lactantius im dritten Jahrhundert noch die Ehrung der Verstorbenen hinzu und vervollkommnete damit analog zur Zählung der Todsünden die Siebenzahl. Die zunehmende verbale und ethische Verwahrlosung des Diskurses, die Verhärtung gegen jene, denen es schlechter geht, und das Gefühl, mit Europa und der Welt gehe es unaufhörlich bergab, hat uns dazu inspiriert, ja fast gedrängt, dem etwas Positives entgegenzusetzen.
sirene erteilte 7 Autoren und Autorinnen, Komponisten und Komponistinnen den Auftrag, sich eines dieser Werke der Barmherzigkeit anzunehmen.