Chocolat - Ann-Kathrin Kramer, Harald Krassnitzer und Les Manouches Du Tannes
Wann
Sa, 13.03.2027, 19:00 Uhr
Ort
Helmut List Halle
Waagner-Biro-Straße 98 a
8020 GRAZ
Österreich
zum Routenplaner
Kategoriegruppe
Kultur
Chocolat
mit Ann-Kathrin Kramer, Harald Krassnitzer & Les Manouches Du Tannes
Diese "Chocolat" ist ein betörendes Märchen für Erwachsene, eine klassische Srcewball-Komödie, mit der mitreißenden Live-Musik im Stile Django Reinhardts. Die Geschichte: Eine junge, alleinerziehende Mutter eröffnet am Kirchplatz eines kleinen, südfranzösischen Dorfes eine Pâtisserie, einen kleinen Tempel für feinste Schokoladen. Für den Dorfpfarrer ist diese Art der "Verführung" absolut inakzeptabel. Rigoros verbietet er den Mitgliedern seiner Gemeinde jeden Umgang mit der jungen Frau - und wird zu ihrem großen Gegenspieler. Auf äußerst amüsante Weise prallen zwei Lebenshaltungen aufeinander, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Die Abneigung gegen alles Fremde auf der einen Seite, Offenheit und Genuss auf der anderen. Erzählt wird diese Geschichte von einem virtuosen Quartett um den Akkordeonisten Valentin Butt und den Geiger Roland Satterwhite - und von dem faszinierenden Schauspieler-Paar Ann-Kathrin Kramer und Harald Krassnitzer. Sie zählt seit mehr als zwanzig Jahren zur Crème der deutschsprachigen Filmschauspielerinnen. Er verkörpert seit vielen Jahren den wunderbaren Wiener "Tatort"-Kommissar. Der Grantler und die charmante Verführerin - zwei Figuren, die den beiden sympathischen Schauspielern geradezu auf den Leib geschneidert sind. Eine faszinierende Mischung aus Schauspiel, Lesung und Konzert.
Besetzung
Vianne Rocher - Ann-Kathrin Kramer
Francis Reynaud - Harald Krassnitzer
Les Manouches Du Tannes:
Bass - Matthew Adomeit
Akkordeon - Valentin Butt
Gitarre - Yasir Hamdan
Geige - Roland Satterwhite
Lichtdesign: - Birte Horst
Ton - Michael Schömer / Bastian Ellermeyer
Video - Jürgen Menzel
Textbearbeitung, Regie, - Martin Mühleis
Produktion
Ann-Kathrin Kramer, Vianne Rocher
Ihre erste Filmrolle hatte Ann-Kathrin Kramer im Jahr 1993. Seitdem wirkte sie in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen mit, unter anderem als Maren Rieger in "Die Konkurrentin" und in der Rolle der Manuela im erfolgreichen Kino-Film "Das merkwürdige Verhalten geschlechtsreifer Großstädter zur Paarungszeit", in der sie an der Seite von Christoph Waltz spielte. Mit dem Grimme-Preis wurde "Abgehauen" ausgezeichnet, ein Fernsehfilm von Frank Beyer nach einem Drehbuch von Ulrich Plenzdorf , der die tatsächlichen Ereignisse um die Ausbürgerung des Liedermachers Wolf Biermann aus der DDR behandelte.
Es folgten vielbeachtete TV-Produktionen wie der zweiteilige Fernsehfilm "Im Schatten der Macht" und der Fernsehkrimi "Die Nonne und der Kommissar". Eine historische Rolle hatte sie 2010 an der Seite von Armin Rohde in dem Märchenfilm "Der Meisterdieb" als Gräfin Greta. 2013 verkörperte Ann-Kathrin Kramer in "Alles für meine Tochter" die Lehrerin Ines Erdmann, die ihre Tochter zur Adoption freigegeben hatte und diese nach etlichen Jahren in ihrer Schulklasse wiedersieht. Seit Jahren zählt Ann-Kathrin Kramer zu den gefragtesten und beliebtesten deutschen TV-Schauspielerinnen. Zuletzt hatte sie u.a. Hauptrollen in dem vielbeachteten Fernsehfilm "Aus dem Leben", in dem sie eine Lehrerin spielt, die nach einem Schlaganfall zurück ins Leben findet, in "Die Frau am Meer" und Mona & Marie", sowie in dem internationalen Sechsteiler "Two sides of the abyss".
Harald Krassnitzer, Francis Reynaud
Er war "Peer Gynt" in Ibsens gleichnamigen Drama, er spielte in Heiner Müller "Die Hamletmaschine" und Sophokles‘ "König Ödipus", in Goethes "Faust" und Schillers "Räuber. Einem breiten Publikum bekannt aber wurde Harald Krassnitzer als "Der Bergdoktor", in der Rolle der beliebten Titelfigur der gleichnamigen ZDF-Serie. In Miguel Alexandres "Der Pakt" gab Harald Krassnitzer 1996 an der Seite des jungen Daniel Brühl sein Filmdebüt. Zwei Jahre später war er in dem Sat.1-Thriller "Hurenmord" erstmals an der Seite von Ann-Kathrin Kramer in der Titelrolle des Priesters Thomas Fauser zu sehen.
Seit 21 Jahren ist er in der "Tatort"-Reihe als Ermittler Moritz Eisner im Einsatz. 2000 und 2008 wurde er mit der "Romy", dem Österreichischen Filmpreis, als "Beliebtester Seriendarsteller" ausgezeichnet. 2014 wurde ihm für seine schauspielerische Leistung in der Folge "Angezählt" der "Grimme-Preis" verliehen. Unzähligen Fernsehspielen hat Harald Krassnitzer mit seinem Spiel zum Erfolg verholfen. So spielte er unter anderem in Jo Baiers "Stauffenberg" (2004) einen der Widerstandskämpfer des 20. Juli 1944. Von 2005 bis 2009 verkörperte er in der österreichischen Fernsehserie "Der Winzerkönig" die Titelrolle. Ende Januar 2020 wurde bekannt, dass er für ein Winterspecial der im Jahr 2008 neu aufgelegten "Bergdoktor"-Serie wieder vor der Kamera steht. Im April 2020 sah man ihn in der Folge Kleine Fälle der ZDF-Comedyserie Über Land als Richter Hans Bachleitner.
Matthew Adomeit, Bass
Matt Adomeit ist ein US-amerikanischer Jazzbassist, Komponist und Mandolinist, der derzeit in Berlin lebt. In seiner Jugend beeinflusst von klassischer Musik, amerikanischem und traditionellem irischen Folk, prägen diese Einflüsse sein Spiel im Jazz. Matt ist sowohl als Sideman als auch als Bandleader aktiv und tritt regelmäßig in ganz Europa auf. Er ist Mitglied in Bands wie Steel Sheep, dem Gerhard Ornig Trio, dem Rick Hollander Quartett, dem Ed Kröger Quintett und Mn'Jam Experiment.
Valentin Butt, Akkordeon
Valentin Butt ist in Sankt Petersburg geboren. Er studierte Akkordeon an der Hochschule für Musik »Hanns Eisler« Berlin und ist Preisträger und erfolgreicher Teilnehmer zahlreicher nationaler und internationaler Wettbewerbe und Festivals. Regelmäßig arbeitet er mit den Berliner Philharmonikern, an den großen Berliner Theatern wie der Schaubühne, dem Deutschen Theater und dem Berliner Ensemble wirkt er seit Jahren als Musiker, Komponist und musikalischer Leiter. Zuletzt spielte er mit dem Ensemble Quillo an der Berliner Staatsoper die Uraufführung der Oper »Hans im Glück« mit Musik von David Robert Coleman. Mit Schauspielern wie Angela Winkler steht er in literarisch-musikalischen Programmen auf der Bühne. Darüber hinaus ist Valentin Butt als Studiomusiker an Hörspiel- und Filmmusikaufnahmen beteiligt. Er ist Mitglied mehrerer Bands, dazu zählen SkaZka Orchestra, Di Meschugeles und Holler my Dear.
Yasir Hamdan, Gitarre
Yasir Hamdan wurde 1977 in München geboren. Sein Vater kommt aus Eritrea, seine Mutter aus Ex-Jugoslawien/Ungarn. Nach der Schule tourte er mehrere Jahre mit einem professionellen Theater durch Deutschland und spielte in diversen Crossover-Bands erst E-Bass, Kontrabass und anschließend Gitarre. 1998 absolvierte er ein Schauspielstudium in Bremen. In der intensiven Auseinandersetzung mit der Musik Osteuropas und dem Jazz der Manouche wuchs auch sein Interesse an der Komposition. Seine Musik klingt heute wie zeitlose Folklore von nirgendwo.
Roland Satterwhite, Viola
Den US-amerikanischen Geiger, Bratschisten und Sänger Roland Satterwhite hat Valentin Butt in Berlin kennengelernt. Seit 2008 lebt der Musiker in der deutschen Hauptstadt. Auch er deckt ein breites Spektrum musikalischen Schaffens ab - von Soloabenden, bei denen er, mitunter unter Benutzung von elektronischen Soundeffekten, seine eigenen Kompositionen interpretiert, Songs, inspiriert von der Tradition des Delta Blues und der westafrikanischen Kora- und Griot-Musik. In seinem Viola-Spiel hat er eine eigene, fast gitarrenähnliche, Anschlagstechnik entwickelt, die er vor allem in seinem Trio Tolyqyn einsetzt. Er ist Mitglied des "Berlin Babylon"-Orchestra Moka Efti, weltweit tourt Roland Satterwhite regelmäßig in den verschiedensten Besetzungen.
Martin Mühleis, Textbearbeitung, Regie und Produktion
Der Regisseur und Produzent Martin Mühleis hat mit Bühnenbearbeitungen von literarischen Werken in den vergangenen Jahren große Erfolge gefeiert. Seine Erich-Kästner-Bearbeitungen zählen mit mittlerweile mehr als 500 Vorstellungen zu den erfolgreichsten literarischen Bühnenproduktionen in Deutschland. Seine Bearbeitung nach Albert Camus´ autobiographischem Roman "Der erste Mensch" feierte am 5.01.2018 am Staatstheater Braunschweig Premiere. Sein jüngstes Werk, der Bühnenmonolog "Ich bin Astrid aus Småland" ist die erste von der Familie Astrid Lindgrens autorisierte Bühnen-Autobiographie der großen schwedischen Kinderbuchautorin.
Seine Produktion "Ahab" wurde von der Staatskapelle Dresen uraufgeführt und über seine Bühnenballade "Seide" mit Joachim Król schrieb die Berliner Zeitung: "Man kann dem Autor Alessandro Baricco nur wünschen, dass er das einmal erleben kann. Diese Form zeigt, was möglich ist, um Literatur populär zu machen."
In seinen Bühnenarbeiten hat Mühleis eine eigene Form entwickelt, eine "Architektur aus Sprache, Musik, Lichtdesign und Schauspiel" wie der Berliner Tagesspiegel es nannte. Es gelingt ihm, Literatur für die Bühne zu adaptieren, ohne sie in Struktur, Rhythmus und Sprache zu verändern. Aus den literarischen Vorlagen entstehen auf diese Weise eigene Bühnenwerke, die den Zuschauer zum Mitgestalter machen.

