Der Prinz von Homburg - Stadttheater Klagenfurt

Wann

Do, 11.03.2027 - Fr, 23.04.2027


Ort

Stadttheater Klagenfurt
Theaterplatz 4
9020 KLAGENFURT
Österreich
zum Routenplaner


Kategoriegruppe

Kultur, Musical & Show

Alle Veranstaltungstermine

Do11.03.202719:30 UhrDer Prinz von Homburg Premiere
Di16.03.202719:30 UhrDer Prinz von Homburg
Sa20.03.202719:30 UhrDer Prinz von Homburg
Do25.03.202719:30 UhrDer Prinz von Homburg
Mi31.03.202719:30 UhrDer Prinz von Homburg
Fr02.04.202719:30 UhrDer Prinz von Homburg
Mi14.04.202719:30 UhrDer Prinz von Homburg
Fr23.04.202719:30 UhrDer Prinz von Homburg

Oper in drei Akten von Hans Werner Henze / Für Musik eingerichtet von Ingeborg Bachmann nach dem Schauspiel von Heinrich von Kleist / In deutscher Sprache mit Übertiteln

2026 feiert die literarische Welt den 100. Geburtstag Ingeborg Bachmanns. Mit Der Prinz von Homburg widmet sich das Stadttheater Klagenfurt dem Opernschaffen der großen Kärntner Autorin, die neben Lyrik, Erzählungen, Romanen, Hörspielen und Essays auch zwei Libretti für den Komponisten Hans Werner Henze verfasste. Eines davon beruht auf Heinrich von Kleists Drama Prinz Friedrich von Homburg, das von den Nationalsozialisten als Monument des militaristischen Patriotismus instrumentalisiert worden ist. In ihrer 1960 uraufgeführten Opernbearbeitung deuten Henze und Bachmann die Geschichte aber im Gegenteil als zarten Lobgesang auf den Vorrang der Empfindung vor dem Gehorsam gegenüber traditionellen Hierarchien.

Bei Kleist geht es im Kern um die Frage der Pflicht: Prinz Friedrich von Homburg verstößt in der Schlacht gegen den ausdrücklichen Befehl des Kurfürsten. Dadurch wendet er das auf der Kippe stehende Geschick zum Sieg, doch als Befehlsverweigerer verurteilt ihn der Kurfürst zum Tode. Der Diskurs über die Gerechtigkeit dieses Urteils ist eingebettet in eine Liebesgeschichte – Friedrich liebt Natalie, die Nichte des Kurfürsten – und in zwei Traumsequenzen, die die Handlung umrahmen und das ganze Geschehen infrage stellen. Bachmann lässt in ihrer Textbearbeitung die militärischen Diskussionen in den Hintergrund treten und spitzt die Handlung auf die Frage zu: War alles nur ein (Alb-)Traum?

Inszenieren wird diese subtile Tragödie das bewährte Team aus Regisseurin Sophie Springer, Bühnenbildner Thomas Stingl und Kostümbildnerin Bettina Breitenecker, das damit nach Jakob Lenz, Alice im Wunderland und Stallerhof bereits seine vierte Produktion am Stadttheater Klagenfurt verantworten wird.