Gardi Hutter

Wann

Do, 17.10.2019 - So, 16.02.2020


Kategoriegruppe

Kultur

Alle Veranstaltungstermine

Do17.10.201920:00 UhrLustspielhaus
Occamstraße 8
80802 MÜNCHEN
Deutschland
zum Routenplaner
Gardi Hutter: Gaia Gaudi - München-Premiere
So16.02.202019:00 UhrKulturbühne AMBACH
Am Bach 10
6840 GÖTZIS
Österreich
zum Routenplaner
Gardi Hutter - Gaia Gaudi

Gardi Hutter, alias Hanna, hat Übung im Sterben. In bisher acht Stücken war sie am Schluss sieben Mal tot. In Gaia Gaudi ist sie gleich von Anfang an im Jenseits und das Publikum versteht das sofort, nur Hanna nicht. Von so etwas Unwichtigem lässt sie sich sowieso nicht aufhalten. Der Tod ist, wie jeder Schlusspunkt, auch immer ein Anfang, und in diesem Sinne ein Übergang: für Gläubige in eine andere Welt, für Wissenschaftler in einen anderen Zustand, und für Theaterleute in eine andere Phantasie.

Am 16. Februar erlebt das Publikum in der Kulturbühne AMBACH in Götzis einen Abend voller Überraschungen, in dem neben Gardi Hutter als Clownerin, auch eine Sängerin, eine Tänzerin und ein Percussionist diese Geschichte erzählen.

»Gaia Gaudi«:
Glücklicherweise sterben wir. Es wäre ja sonst viel zu eng auf dieser Erde, auf keiner Parkbank fände sich noch ein freier Sitzplatz, und Theaterkarten für heute Abend hätte man schon vor Jahrzehnten reservieren müssen.

Der Tod schafft Raum, für die nächsten und weitere Generationen, und ermöglicht so Verlebendigung. Gardi Hutter, alias Hanna, hat Übung im Sterben. In bisher acht Stücken war sie am Schluss sieben Mal tot. Der Tod des Clowns provoziert das ursprünglichste Lachen, das die Menschen erfunden haben, um sich mit dem unabwendbaren eigenen Ende auszusöhnen.

In Gaia Gaudi ist Hanna gleich von Anfang an tot. Das Publikum versteht das sofort, nur Hanna nicht. Von so etwas Unwichtigem lässt sie sich nicht aufhalten. Man sagt, die Seele eines Verstorbenen bleibe noch eine Weile im Raum. Hannas Seele flattert so ungetrübt, dass der Körper sie genervt packt und hinüber bugsiert: er hört das Rumoren der nächsten Generation. Der Tod ist, wie jeder Schlusspunkt, auch immer ein Anfang, und in diesem Sinne ein Übergang: für Gläubige in eine andere Welt, für Wissenschaftler in einen anderen Zustand, und für Theaterleute in eine andere Phantasie. In Gaia Gaudi geht es um Wurzeln und um Flügel.
Um Beständigkeit und Erneuerung, und um den grossen Strom von Generationen, die das Leben immer weitergeben – und sich ab und zu auch auf die Köpfe hauen.

Dirigiert wird das neue Werk von Michael Vogel, Mitbegründer und langjähriger künstlerischer Leiter von Familie Flöz