Matinee

Wann

So, 24.01.2021, 17:00 Uhr


Ort

Haus der Musik
Universitätsstraße 1
6020 INNSBRUCK
Österreich
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Kategoriegruppe

Kultur

AKADEMIE ST. BLASIUS
1. Abokonzert 2020


BEETHOVEN 2020/1 ?

Hugo Distler (1908 – 1942): Konzert für Cembalo und Streichorchester op. 14 (1935-36)
Joseph Haydn (1732 – 1809): Szene für Sopran und Orchester „Berenice, che fai?“ Hob. XXIVa:10
Jan Václav Vořišek (1791 – 1825): Sinfonie D-Dur, op. 24 (1822/23)

Orchester der Akademie St. Blasius
Karlheinz Siessl, Dirigent
Susanne Langbein, Sopran
Anne Marie Dragosits, Cembalo

Auch die Akademie St. Blasius nähert sich an das Phänomen „Ludwig van Beethoven“ an, dessen 250. Jubiläum seines Geburtstags heuer vielerorts gefeiert wird. Unter der Leitung von Karlheinz Siessl beleuchtet das renommierte Tiroler Orchester Beethovens Umfeld in seiner Wahlheimat Wien. Hier bekam er Unterricht von einem der berühmtesten Komponisten seiner Zeit, Joseph Haydn. Dessen Solokantate „Berenice, che fai“ gleicht einer tragischen Opernszene und verspricht – interpretiert von der der wunderbaren Sopranistin Susanne Langbein – Dramatik in Reinkultur.

Regelrecht vergöttert wurde Ludwig van Beethoven vom jungen, vielversprechenden Komponisten Jan Václav Vořišek. Er wirkte als Hoforganist in Wien und wurde bereits mit 28 Jahren zum Orchesterleiter der Gesellschaft der Musikfreunde bestellt. Von ihr erhielt er auch den Auftrag zu seiner ersten und leider einzigen Sinfonie, die ganz im Geiste seines Vorbilds gehalten ist und mit zahlreichen Beethoven’schen Wendungen überrascht.

In der Musikgeschichte war Ludwig van Beethoven ein Revolutionär und Visionär. Rund 120 Jahre später drückte Hugo Distler der deutschen Chormusik des 20. Jahrhunderts seinen Stempel auf. Mit seinem kraftvollen Cembalokonzert schuf er ein kühnes Meisterwerk, das er selbst gar als „ein wütendes Stück“ bezeichnete. Anne Marie Dragosits, die aus Tirol stammende virtuose Solistin auf dem Cembalo, wird begleitet von den Streichern der Akademie St. Blasius unter Karlheinz Siessl.

BIOGRAFIEN

Im Landestheater ihrer Heimatstadt Coburg sammelte Susanne Langbein erste Erfahrungen. Sie studierte bei Ulrike Fuhrmann an der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar und war Stipendiatin der Richard-Wagner-Stiftung sowie der Johann-Strauß-Gesellschaft und Bundespreisträgerin des Wettbewerbs „Jugend musiziert“. Meisterkurse besuchte sie u.a. bei KS Brigitte Fassbaender und KS Bernd Weikl. 2009/10 war sie Mitglied im Thüringer Opernstudio und von 2010 bis 2017 festes Ensemblemitglied des Tiroler Landestheaters. Seit 2017/18 ist sie freischaffend tätig. Susanne Langbein ist auf der Opernbühne, in der Operette und im Musical gleichermaßen „zuhause“. Mit ihrem breit gefächerten Repertoire von der Barockmusik bis zu zeitgenössischen Kompositionen ist sie außerdem eine gefragte Konzertsängerin und Gesangslehrerin.

Die aus Tirol stammende Cembalistin Anne Marie Dragosits studierte bei Wolfgang Glüxam in Wien sowie bei Ton Koopman und Tini Mathot in Amsterdam und besuchte Meisterkurse bei Lars Ulrik Mortensen und Jesper Christensen. 2005 gewann ihr Ensemble „vivante“ den ersten Preis beim Internationalen Johann Heinrich Schmelzer Wettbewerb und ist seither europaweit zu erleben: u.a. bei den Resonanzen im Wiener Konzerthaus, beim Festival van Vlaanderen Brugge, Utrecht Festival, Festival Itinéraire Baroque in Périgord, bei der Residenzwoche München oder in der Villa I Tatti in Florenz. Als Solistin und Continuospielerin konzertiert Anne Marie Dragosits mit renommierten Originalklang-Ensembles weltweit. Seit 2016 ist Anne Marie Dragosits Professorin für Cembalo an der Bruckner Privatuniversität Linz. 2017 leitete sie am Landestheater Linz erstmals eine Oper – „La Rosinda“ von Francesco Cavalli.

Der Südtiroler Karlheinz Siessl (* 1971) studierte Musikwissenschaft an der Universität Innsbruck und Tuba sowie Chor-Ensembleleitung am Tiroler Lan¬deskonservatorium. 1998 war Karlheinz Siessl Initiator und Gründungsmitglied des Chors und Orchesters der Akademie St. Blasius. Seit 1999 ist er am Tiroler Landeskonservatorium tätig: bis 2018 als Bibliothekar und seit 2018 in der Verwaltung. Als Instrumentalist und Chorsänger wirkte und wirkt Karlheinz Siessl außerdem in verschiedenen Formationen mit (u.a. Franui, TENM, Ensemble Plus, Ensemble Wahnsang, Kammerchor des Akademischen Musikvereins, Substitut im Tiroler Symphonieorchester Innsbruck).

Die Akademie St. Blasius (ASB) ist ein im Jahre 1998 gegründeter Verein (Karlheinz Siessl – künstlerischer Leiter, Armin Graber – Obmann), der in Tirol lebenden Musikern ein Forum für Aufführungen auf höchstem Niveau bietet. Das Orchester setzt sich fast ausschließlich aus professionellen Tiroler Musikern aus den drei Landesteilen zusammen und kooperiert mit Süd- und Nordtiroler Institutionen. Unermüdlich lädt die ASB aufgeschlossene Zuhörer ein, sich auf die Suche nach Neuem zu begeben: Uraufführungen von Tiroler Komponisten treten in einen spannenden Kontext mit Raritäten von der Klassik bis in die Neuzeit. Die Arbeit der Akademie St. Blasius ist auf bisher 39 CDs dokumentiert.