L.O.V.E
Wann
Do, 23.04.2026 - Sa, 02.05.2026
Ort
Theater am Werk am Petersplatz
Petersplatz 1
1010 WIEN
Österreich
zum Routenplaner
Kategoriegruppe
Kultur
Alle Veranstaltungstermine
| Do | 23.04.2026 | 19:30 Uhr | L.O.V.E. | |
| Fr | 24.04.2026 | 19:30 Uhr | L.O.V.E. | |
| Sa | 25.04.2026 | 19:30 Uhr | L.O.V.E. | |
| Di | 28.04.2026 | 19:30 Uhr | L.O.V.E. | |
| Mi | 29.04.2026 | 19:30 Uhr | L.O.V.E. | |
| Do | 30.04.2026 | 19:30 Uhr | L.O.V.E. | |
| Fr | 01.05.2026 | 19:30 Uhr | L.O.V.E. | |
| Sa | 02.05.2026 | 19:30 Uhr | L.O.V.E. |
(Limited Operations of Verbal Emotions)
Eine Produktion von toxic dreams
In Koproduktion mit Theater am Werk
Uraufführung
Inszenierung: Yosi Wanunu
Vier Spieler*innen versuchen in verschiedenen Paarkonstruktionen unter willkürlichen formalen Einschränkungen mehrere Liebesgeschichten zu konstruieren: Jede Zeile beginnt mit dem gleichen Buchstaben. Aus dieser Einschränkung entsteht ein fragiles und unbeständiges System, teils Spiel, teils Geständnis, teils emotionaler Zusammenbruch. Inspiriert von der Oulipo-Bewegung (L‘Ouvroir de Littérature Potentielle), die das kreative Potenzial von Einschränkungen beim Schreiben erforschte, werden deren Prinzipien für die Bühne neu interpretiert, wo Grammatik und Gefühl sich überschneiden, kollidieren und gegenseitig aufheben.
Durch Wiederholung, Bruch und Erschöpfung der Form zeigen die Beteiligten, wie Sprache Emotionen diszipliniert, wie Liebe, ähnlich wie Text, von Bearbeitung, Zögern und Löschen abhängt. Was als poetische Übung beginnt, entfaltet sich allmählich zu einer Anatomie der Kommunikation: zwei Körper, gefangen in der Syntax, die darum kämpfen, frei zu sprechen innerhalb eines Systems, das Bedeutung verspricht, aber nur Echo liefert. L.O.V.E. ist eine Reihe von Liebesgeschichten ohne Sentimentalität - mathematisch, tragisch und komisch zugleich. Teils Samuel Beckett, teils Gruppentherapie, teils gescheiterter Rechtschreibtest.
toxic dreams wurde 1997 von Kornelia Kilga (Produzentin) und Yosi Wanunu (Regisseur und Autor) gegründet. Seither hat die Gruppe mehr als 90 Eigenproduktionen realisiert. toxic dreams erarbeitet in kollaborativen Verfahren im Rahmen von mehrjährigen Arbeitszyklen ästhetisch und formal sehr variantenreiche Formate. Der aktuelle Rashomon-Zyklus widmet sich dem vielstimmigen und widersprüchlichen Prozess von Wahrheitsfindung anhand von Falldarlegungen. The Chosen One und Unwalling the Wall waren am Theater am Werk zu sehen.

