Joseph Lorenz

Wann

Do, 19.05.2022, 19:30 Uhr


Ort

Kasematten Wiener Neustadt
Bahngasse 27
2700 WIENER NEUSTADT
Österreich
zum Routenplaner

Eine Pilgerfahrt zu Beethoven“
Die Unspielbare


Joseph Lorenz, Rezitation
Florian Krumpöck, Klavier

Karin Sedlak, Dramaturgie

Sonate für Klavier Nr. 27 in e-moll op. 90
Sonate für Klavier Nr. 29 in B-Dur op. 106 „Hammerklavier“

„… eine Sonate, die meine größte seyn soll.“

Mit der berühmt-berüchtigten „Hammerklaviersonate“ steht an diesem elften Abend der „Pilgerfahrt zu Beethoven“ eines der größten, komplexesten, gewagtesten und zugleich rätselhaftesten Klavierwerke nicht nur Beethovens, sondern der gesamten Musikgeschichte im Fokus. Nach ihrer Entstehung galt das kühne, selbst für heutige Ohren modern anmutende, mit harmonischen Wagnissen des tauben Komponisten gespickte Mammutwerk daher lange Zeit als unspielbar.

Aber nicht nur Pianisten fordert dieses Extremwerk selbst in der Gegenwart bis zum Äußersten, auch Instrumente, ja sogar moderne Konzertflügel werden insbesondere mit der abschließenden, monumentalen Fuge an ihre Belastungsgrenzen gebracht und oftmals in die Knie gezwungen. Hielten die Instrumente vor 200 Jahren dieser Belastung stand? Hat Beethoven etwa nicht nur für zukünftige Pianisten sondern auch für noch nicht gebaute Instrumente geschrieben?

Kammerschauspieler Joseph Lorenz beleuchtet in einem faszinierenden Exkurs in die Geschichte des Instrumentenbaues die Gründe für Beethovens lebenslange Unzufriedenheit mit den Klavieren, die verzweifelten Versuche, immer voluminösere Flügel zu finden und gibt weiters kurze Einblicke in die bahnbrechenden, technischen Errungenschaften des Klavierbaues innerhalb der letzten beiden Jahrhunderte.

„Ich freue mich, dass Sie von den wenigen sind, die einsehen und fühlen, dass man auf dem Klavier auch singen könne, sobald man nur fühlen kann“